Neuanschaffung für die Brandschutzerziehung

   Alter: 7 Jahre
Von: Martin Krappitz

Neues Rauchdemohaus, neue Nebelmaschine


Beim heutigen Feuerwehrdienst wurde der Mannschaft eine neue Anschaffung, ein sog. Rauchdemohaus für die Brandschutzerziehung, von Matthias Krentzlin vorgestellt. Matthias Krentzlin gehört zu dem Team der Dassendorfer Brandschutzerzieher (sowie Uta Dahl und Andreas Schröder), die regelmäßig zusammen mit den Brunstorfer und Hohenhorner Feuerwehrkameraden in den Kindergärten und der Grundschule Schulungen durchführen. Unser Dank gilt an dieser Stelle dem ortsansässigen gemeinnützigen Verein PARTYPEOPLE e.V., welcher diesen äußerst sinnvollen Kauf mit einer großzügigen Spende ermöglicht hat.

Mit dem Rauchdemohaus kann primär die Rauchausbreitung in einem Wohnhaus demonstriert und das richtige Verhalten gelehrt werden. Zudem eignet sich das neue Übungsobjekt auch für den einsatztaktischen Theorieunterricht der Feuerwehr, um zu veranschaulichen, wie bei einem zu bekämpfenden Entstehungsbrand ein möglichst zügiger Rauchabzug erzeugt werden kann.

Zudem wurde der Feuerwehr Dassendorf durch den Förderverein Feuerwehr Dassendorf e.V. der Kauf einer leistungsstarken Nebelmaschine ermöglicht, mit der bei Einsatzübungen eine realistische Verrauchung des Übungsobjektes erzielt werden kann.

Im Rahmen des Dienstes wurde auch eine "neue" Einsatztaktik (die sog. aktive Belüftungsmethode) bzgl. des Rauchabzuges bei einem Entstehungsbrand vorgestellt, die in den USA bereits seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet wird. Hierbei wird bereits vor bzw. parallel zu dem Löschangriff eine Abluftöffnung am Brandobjekt (z.B. Fenster im OG oder im Dach) geschaffen und der Druckbelüfter in Stellung gebracht. Ziel ist ein aktiver Rauchabzug, um dem ersten Angriffstrupp die Sicht im Brandobjekt entscheidend zu verbessern, Hitze abzuführen und somit vermisste Personen und den Brandherd schneller auffinden zu können. Auch wenn dadurch ggf. eine Durchzündung des Entstehungsbrandes begünstigt wird, welche früher oder später sowieso eintreten würde, ist der Nutzen hierbei größer als der Schaden. Kein Standardvorgehen, aber für den Fall der Fälle sicherlich im Hinterkopf zu behalten. Hintergrund: Die bisher angewandte passive Belüftungsmethode wird meist erst dann angewandt, wenn der Brand bereits gelöscht ist und dient dann dem möglichst schnellen Rauchabzug im betroffenen Einsatzabschnitt.

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